We love Ibiza und den Tierschutz auf der Insel
Man findet die Finca wirklich nur mit der genauen Wegbeschreibung von Christiane! Auf eigene Faust zu suchen, bringt gar nichts. Sie liegt inmitten der Insel in der Nähe von Sant Rafel (St. Rafael). Im Schnitt leben zwischen 80 und 90 Hunden auf der Finca. Jährlich werden ca. 300 Tiere aufgenommen und es wird nicht weniger. Sie sind gruppenweise in großen Gehegen untergebracht und dürfen sich dann dort frei bewegen. Sobald man die Finca betritt, ist man umringt von einer Schar liebesbedürftiger Podencos (das sind die typischen Ibizenkischen wunderschönen Hunde, die an Gazellen erinnern) und anderen Vierbeinern, die einfach nur gestreichelt werden wollen. Den Tieren geht es hier sehr gut – sie werden gefüttert, bespielt und natürlich auch medizinisch versorgt. Alle Tiere sind geimpft, kastriert und werden mühsam aufgepäppelt, wenn der Zustand es erfordert (was leider meist der Fall ist).
Nach einem ausführlichen Rundgang, auf dem uns alles gezeigt wurde, hat Christiane dann die erforderlichen Dokumente für die Fluggesellschaft ausgefüllt und mir die Flugkosten in Höhe von 40,00 Euro direkt erstattet. Man muss sich wirklich um nichts kümmer, dies wird alles von D.U.O. erledigt! Am Tag des Abfluges wurde uns dann die süße Miri in einer Transportbox zum Flughafen gebracht. Rocco, auch eine liebe Seele von D.U.O. ging mit zum Check-In, hat dann Miri noch zum Zoll begleitet und angekommen in Frankfurt habe ich sie lediglich in einem etwas müden Zustand vom Sperrgepäckband abholen müssen. Am Ausgang stand schon eine Dame von einem deutschen Tierschutzverein und hat Miri in Empfang genommen. Dort bleibt sie dann ein paar Tage, bis sie sich akklimatisiert hat und zu ihrem neuen Zuhause gebracht wird.
Wenn ich die Möglichkeiten hätte, würde ich auch sehr gerne mindestens ein Tier bei mir aufnehmen. Ich musste mich sehr schwer zusammenreißen, als ich auf der Finca war. Jedoch bin ich so tierlieb, dass ich die Situation realistisch betrachte und weiß, dass ich aufgrund persönlicher Umstände viel zu wenig Zeit für ein Tier hätte. Und so versuche ich wenigstens, mit kleinen Dingen etwas Hilfe zu leisten.
Als ich in meinem Bekanntenkreis über meine Flugpatenschaft erzählt habe, waren viele erstaunt und wussten nicht, dass man so etwas überhaupt tun kann. Und vor allem, dass es so einfach ist. Ich möchte sehr gerne an alle Tierfreunde appellieren, sich bei ihrer nächsten Reise in den Süden ein Herz zu fassen und auch einen Hund nach Deutschland zu begleiten. Dies gilt übrigens nicht nur für Ibiza. In fast allen südlichen Ländern gibt es diese Organisationen – es lässt sich ganz einfach über Internet-Suchmaschinen herausfinden.
Auf der Seite von D.U.O. findet Ihr viele schöne Fotos, Videos und Geschichten. Die Entstehung der Tierhilfe, Informationen über die aktuelle Situation und lustige, nachdenkliche sowie auch traurige Anekdoten über das tägliche Leben auf der Insel und der Finca. Über Schicksale der Tiere wird berichtet, ebenso findet Ihr viele Rückmeldungen glücklicher neuer Hundebesitzer in Deutschland.
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Redaktion: Martina






